Top 8 Statistiken und Trends zu NEAR Protocol
1. NEAR notiert bei etwa 5,06 $ nach einer rund sechsfachen Erholung
NEAR handelte am 28. September laut CoinMarketCaps NEAR/USDT-Preisverlauf bei rund 5,06 $. Am 16. September waren es 2,62 $, womit der Token in weniger als zwei Wochen einen Zuwachs von nahezu 100 % verzeichnete.
Die Erholung fällt größer aus, wenn man sie vom Tiefpunkt des Februarzyklus bei etwa 0,84 $ misst. Auch nach diesem Anstieg ist der Abstand zum früheren Höchststand von NEAR weiterhin erheblich. Die historischen NEAR-Daten von CoinGecko verzeichnen das Allzeithoch des Tokens im Januar 2022 bei 20,44 $, sodass der Preis Ende September rund 75 % unter seinem Rekord liegt.
Das Momentum bleibt nach einer so schnellen Bewegung erhöht. Die täglichen Preisspannen weiteten sich beim Ausbruch deutlich aus, und die gehebelten Positionen nahmen zusammen mit der Spot-Aktivität zu. Trader können über unsere NEAR-Liquidation-Heatmap beobachten, wo sich diese Positionen konzentrieren, statt sich auf einen statischen Artikelpreis zu verlassen.

2. NEAR Intents hat ein Volumen von mehr als 30 Milliarden Dollar verarbeitet
Cross-chain-Ausführung ist zu einer der klarsten Quellen messbarer Nutzung von NEAR geworden. Das offizielle NEAR-Intents-Dashboard meldet inzwischen mehr als 30 Milliarden Dollar Gesamtvolumen über 35 Chains, was eine rasche Ausweitung gegenüber den 10 Milliarden Dollar zu Beginn des Jahres 2026 zeigt.
Die wichtigsten Kennzahlen zum aktuellen Umfang von NEAR Intents:
- Gesamtvolumen: Offizielle Protokolldaten beziffern die kumulierte Intents-Aktivität inzwischen auf über 30 Milliarden Dollar, ein Vielfaches des Niveaus von Ende 2025.
- Chain-Reichweite: NEAR Intents verbindet derzeit 35 Chains und verschafft Anwendungen Zugang zu Liquidität jenseits der NEAR-Basisschicht.
- Abdeckung der Vermögenswerte: Der erweiterte Stack aus Intents und near.com unterstützt mehr als 100 Vermögenswerte, darunter native Kryptowährungen und andere Onchain-Märkte.
- Ausführungsmodell: Nutzer legen das gewünschte Ergebnis fest, statt manuell Bridges, Routen und Zwischentransaktionen auszuwählen.
- Solver-Wettbewerb: Market Maker konkurrieren darum, jede Anfrage zu erfüllen, wobei das Protokoll die Ausführung auswählt, die der signierten Absicht entspricht.
- Agentenzugang: Dieselbe Architektur kann Wallets, dApps und autonome Programme bedienen, statt separate Abwicklungssysteme zu erfordern.
Das unterscheidet sich von einer herkömmlichen Bridge. Wie die NEAR-Intents-Dokumentation erklärt, geben Nutzer oder KI-Agenten ein gewünschtes Ergebnis vor, und konkurrierende Market Maker versuchen, es zu erfüllen. Unsere Anleitung zum Hinzufügen von NEAR zu MetaMask behandelt die Kontoseite von NEARs umfassenderem Chain-Abstraction-Modell.

3. Der TVL von Confidential Intents erreichte 171,36 Millionen Dollar
Datenschutz hat sich von einem zusätzlichen Produktmerkmal zu einer messbaren Quelle gebundenen Kapitals entwickelt. Das NEAR-Revenue-Dashboard meldete in seinem Update vom 26. September 171,36 Millionen Dollar an vertraulichem Intents-TVL, was einem Wachstum von mehr als 500 % in 90 Tagen entspricht.
Das folgt auf die frühere Überkreuzung im September, als vertrauliche Intents erstmals über die öffentlichen Pools stiegen. Die Verschiebung fiel damit zusammen, dass vertrauliche Ausführung auf near.com wichtiger wurde, einschließlich Swaps und Aktivität an Perpetual-Märkten. Statt einen separaten datenschutzorientierten Token zu schaffen, wendet NEAR Vertraulichkeit auf Transaktionen mit Vermögenswerten an, die aus anderen Netzwerken stammen können.
Die Unterscheidung ist wirtschaftlich von Bedeutung. Vertrauliche Ausführung kann Aktivität erzeugen, unabhängig davon, welchen Vermögenswert ein Nutzer abschirmen möchte, sodass NEAR Gebühren aus der cross-chain-Nachfrage nach Privatsphäre erzielen kann, statt von der Entwicklung einer einzelnen Privacy-Coin abzuhängen. Die allgemeine Stimmung in dieser Kategorie lässt sich separat über unseren Krypto-Angst-und-Gier-Index verfolgen.

4. Der TVL des NEAR-Netzwerks erreichte rund 244 Millionen Dollar
Das direkt in NEAR DeFi eingesetzte Kapital ist im September stark gestiegen. Laut DefiLlamas NEAR-Chain-Dashboard liegt der Total Value Locked derzeit bei rund 244 Millionen Dollar, die Marktkapitalisierung der Stablecoins bei etwa 85,8 Millionen Dollar.
Dasselbe Dashboard zeigt in stärkeren 24-Stunden-Zeiträumen mehr als eine Million Transaktionen sowie ein Volumen an dezentralen Börsen von mehreren zehn Millionen Dollar. Diese Zahlen messen die Aktivität auf der NEAR-Chain selbst und sind nicht mit dem Intents-TVL zu verwechseln, der Vermögenswerte in Verifier-Contracts auf mehreren Netzwerken umfasst.
Real-World-Assets haben einen weiteren Vertriebskanal geschaffen. Ondo Finance brachte im September tokenisierte Wertpapiere in das NEAR-Ökosystem und ermöglicht Nutzern von near.com und Intents den Zugang zu tokenisierten Aktien und verwandten Produkten über dieselbe cross-chain-Infrastruktur.
NEAR bleibt gemessen am DeFi-Kapital kleiner als Ethereum oder Solana, doch die Expansion im September ist im Verhältnis zur eigenen jüngsten Basis erheblich. Unser Total Value Locked-Tracker bietet den breiteren Vergleich über die wichtigsten Blockchain-Netzwerke hinweg.

5. NEAR halbierte die Inflation auf 2,5 %, während noch rund 571 Millionen Token gestakt bleiben
Die Token-Ökonomie von NEAR hat sich im vergangenen Jahr erheblich verändert. Die wichtigste angebotsseitige Anpassung war eine Senkung der maximalen jährlichen Inflation um 50 %, während die Protokolleinnahmen zunehmend für Token-Rückkäufe verwendet werden.
Die Tokenomics-Änderungen, die das aktuelle Angebotsmodell von NEAR prägen:
- Inflations-Halving: Die Ankündigung von Near One zu v2.9.0 senkte die maximale jährliche Inflation von 5 % auf 2,5 % und halbierte damit die Rate der Ausgabe neuer Token.
- Geringere Belohnungen: Da Validator-Belohnungen teilweise über die Ausgabe neuer Token finanziert werden, hat die Senkung der Inflation auch die netzwerkweit verfügbare Basis-Staking-Rendite verringert.
- Staking Base: Der NearBlocks-Validator-Explorer zeigt derzeit etwa 571 Millionen gestakte NEAR bei einem Gesamtangebot von rund 1,306 Milliarden, also knapp 44 %.
- Validator-Set: NearBlocks verfolgt mehr als 400 aktive Validatoren und bietet so eine Onchain-Sicht auf die Stake-Verteilung, statt sich auf Schätzungen von Börsen zu stützen.
- Rückkäufe aus Einnahmen: Laut der offiziellen Tokenomics-Positionierung von NEAR fließen Protokolleinnahmen in NEAR-Rückkäufe, wodurch die Netzwerknutzung mit Marktkäufen des Tokens verknüpft wird.
- Rolle in der Governance: House of Stake formalisiert zunehmend Entscheidungen zu ökonomischen Parametern, die zuvor in weniger strukturierten Governance-Prozessen diskutiert wurden.
Der Rückkaufmechanismus sollte nicht mit dem Verbrennen von Transaktionsgebühren verwechselt werden. Es sind getrennte Formen der Wertabschöpfung: Gebührenverbrennungen verringern das Angebot direkt, während Rückkäufe Protokolleinnahmen nutzen, um bestehende NEAR am Markt zu erwerben.

6. Das Upgrade v2.13 brachte dynamisches Resharding und quantensichere Schlüssel
Das Release v2.13 von NEAR hat zwei langjährige technische Ziele in die Produktion überführt. Die Kapazität kann nun automatisch auf das Wachstum der Shards reagieren, und Konten erhielten Zugang zu einem standardisierten Post-Quanten-Signaturverfahren.
Die wichtigsten technischen Änderungen in nearcore v2.13:
- Dynamisches Resharding: Laut den Release Notes zu nearcore v2.13 können Shards an Epochengrenzen automatisch abhängig von der Größe des Laufzeitzustands geteilt werden.
- Kein fest codiertes Layout: Neue Shard-Layouts müssen nicht mehr jedes Mal manuell in ein Protokoll-Upgrade verpackt werden, wenn zusätzliche Kapazität benötigt wird.
- ML-DSA-65: v2.13 stabilisierte das Post-Quanten-Signaturverfahren FIPS 204 ML-DSA-65 als dritte Option für Transaktionssignaturen und Zugriffsschlüssel.
- Kompakter Speicher: ML-DSA-65-öffentliche Schlüssel werden im Trie über 32-Byte-SHA3-256-Hashes dargestellt, statt den vollständigen öffentlichen Schlüssel mit 1.952 Byte zu speichern.
- Gas Keys: Das Release hat außerdem Gas Keys stabilisiert, die ein vorfinanziertes NEAR-Guthaben und mehrere unabhängige Nonce-Folgen enthalten.
- State Sync: Der zentralisierte State Sync über externen Speicher wurde entfernt, sodass die peer-to-peer-Zustandssynchronisierung der unterstützte Weg bleibt.
Dynamisches Resharding ist wichtig, weil Arbeitslasten selten gleichmäßig verteilt sind. Cross-chain-Aktivität, Handel und Transaktionen autonomer Agenten können in bestimmten Teilen des Netzwerks plötzlich zu starkem Zustandswachstum führen, wodurch elastische Kapazität nützlicher ist als eine feste Shard-Konfiguration.

7. NEAR erreichte durchschnittlich 854.000 tägliche Transaktionen und 121.000 aktive Adressen
Die Nutzung war schon vor dem Kursausbruch im September beträchtlich. Der NEAR-Bericht von Nansen für Q2 2026 verzeichnete durchschnittlich etwa 854.000 tägliche Transaktionen, mit einer Spanne von rund 622.000 bis zu einem Höchstwert von 3,76 Millionen.
Die täglich aktiven Adressen lagen im Durchschnitt bei etwa 121.000, wobei die meisten Werte zwischen 106.000 und 139.000 blieben. Diese engere Nutzerspanne steht im Kontrast zu den deutlich größeren Schwankungen bei der Transaktionszahl. Das deutet darauf hin, dass bestehende Nutzer zeitweise erheblich mehr Aktivität erzeugten, statt dass jeder Anstieg der Transaktionen einen vergleichbaren Sprung bei den eindeutigen Adressen erfordert hätte.
Auch die Monetarisierung hat sich verbessert. Nansen berechnete, dass die Erfassung von Protokollgebühren von einem Durchschnitt über die gesamte Laufzeit von 11,5 % auf 30,5 % in den im Bericht betrachteten letzten 30 Tagen gestiegen ist. Mit anderen Worten: Ein größerer Anteil der wirtschaftlichen Aktivität über die Infrastruktur von NEAR verblieb beim Protokoll.
Die Rally im September trieb mehrere aktuelle Netzwerkkennzahlen über ihre Durchschnittswerte im Q2, doch diese Werte sollten nicht an die Stelle der Quartalszahlen treten. Ob die höhere Aktivität bis in das Q4 anhält, wird ein klarerer Test für nachhaltige Adoption sein.

8. Bitwises NEAR ETF hat die wichtigsten Schritte bei SEC und NYSE Arca für das Listing genommen
Das US-Produkt von Bitwise für NEAR ist über die reine Antragsphase hinaus. Die Registrierung ist wirksam und NYSE Arca hat den Listing-Antrag genehmigt, wobei diese Meilensteine nicht mit einem bestätigten ersten Handelstag verwechselt werden sollten.
Die wichtigsten Bedingungen und regulatorischen Meilensteine des Bitwise NEAR ETF:
- Wirksame Registrierung: Die Wirksamkeitsmitteilung der SEC nennt für den Bitwise NEAR ETF den 24. September 2026 als Wirksamkeitsdatum.
- Listing-Genehmigung: Laut Bitwises Form 8-A wurde der Antrag auf Listing der Anteile des Trusts bei der NYSE Arca eingereicht und von ihr genehmigt.
- Ticker: Laut der geänderten Registrierungserklärung von Bitwise soll der Fonds unter NRR gehandelt werden.
- Sponsorengebühr: Das S-1/A vom 16. September nennt eine jährliche Sponsorengebühr von 0,75 %.
- Staking: Bitwise gibt an, dass der Trust derzeit beabsichtigt, 100 % seiner NEAR zu staken, vorbehaltlich Liquiditäts- und Betriebsanforderungen.
- Verwahrung: Coinbase Custody wird als Verwahrstelle für die zugrunde liegenden NEAR-Bestände des Trusts genannt.
Europa bietet bereits ein Referenzprodukt. Das Bitwise NEAR Staking ETP meldete zum 11. September 52,32 Millionen Dollar an AUM und 21,59 Millionen NEAR in Cold Storage, bei einer jährlichen TER von 0,85 % und einer Netto-Staking-Belohnung von 3,01 %.

Wie sich NEAR für die agentische Wirtschaft neu positioniert hat
NEAR präsentiert sich nicht mehr primär als schnelle Layer-1-Blockchain. Auf der NEARCON im Februar 2026 stellte das Projekt einen integrierten Stack für autonome Agenten vor, der auf cross-chain-Ausführung, vertraulicher Rechenleistung und einer Consumer-Super-App unter der Marke near.com basiert.
Die These lautet, dass KI-Agenten kontinuierlich Transaktionen ausführen, Datenschutzgarantien benötigen, die menschliche Nutzer selten verlangen, und gleichzeitig über mehrere Chains hinweg abwickeln werden. Die Protokollentscheidungen im Laufe des Jahres 2026, darunter Resharding und Änderungen bei der Gebührenerfassung, gehen auf diese Prämisse zurück.

NEAR KI Cloud macht überprüfbare Privatsphäre zum Produkt
NEAR KI Cloud betreibt Open-Weight-Modelle in Intel-TDX-Enklaven, kombiniert mit NVIDIA-GPUs im Confidential-Computing-Modus. Prompts werden nur in versiegelter Hardware entschlüsselt, die Betreiber nicht einsehen können. Jede Anfrage erzeugt eine kryptografische Attestierung, die die Antwort dem genauen Modell und Code zuordnet, der sie geliefert hat; Intel Trust Authority prüft diese Nachweise unabhängig.
Das Produkt ist über Pilotprojekte hinausgekommen. Zu den Design-Partnern zählen der Brave-Browser, der Robotik-Betriebssystemanbieter OpenMind und die vertrauliche Cloud Phala. Eine separate Partnerschaft mit Abound, der Finanz-App der Times of India Group, nutzt KI-Agenten für grenzüberschreitende Zahlungen. Auch die Regierung von Bermuda hat die Infrastruktur für einen Assistenten für Beamte übernommen.
Der Nutzen des Tokens reicht bis in diese Rechenschicht. Seit Juli können NEAR-Inhaber Token per staking einsetzen und die daraus entstehende Rendite auf KI-Inferenz-Guthaben oder IronClaw-Hosting umleiten. IronClaw ist die quelloffene Agenten-Laufzeitumgebung, die in verschlüsselten Enklaven läuft. Der Mechanismus macht aus der staking-Rendite einen abgerechneten Anspruch auf vertrauliches Computing, was derzeit nur wenige konkurrierende KI-Netzwerke bieten.

Die Bausteine hinter dem Agent Stack von NEAR
Die agentische Strategie verteilt sich auf Verbrauchersoftware und Entwicklerinfrastruktur, wobei Hardwaremärkte eine weitere Ebene bilden. Diese Komponenten wurden im Laufe des Jahres 2026 eingeführt oder ausgebaut. Zusammengenommen erklären sie, warum KI-Rankings NEAR inzwischen zu den größten Token der Kategorie zählen.
Sechs Komponenten, die NEARs Vorstoß bei KI und Chain Abstraction ausmachen:
- near.com: Die Super-App für Endnutzer vereint Intents-Swaps, vertrauliche Perpetuals und Agentenzugriff in einem benannten Konto. Ältere Oberflächen werden eingestellt, und sie ist zum wichtigsten Vertriebskanal des Netzwerks für Privatkunden geworden.
- IronClaw: Diese Open-Source-Laufzeitumgebung platziert dauerhaft aktive Agenten in vertrauenswürdigen Ausführungsumgebungen. So können sie Zugangsdaten halten und Zahlungen ausführen, ohne Schlüssel oder Logik gegenüber Infrastrukturbetreibern offenzulegen.
- Chain Signatures: Multi-Party-Computation ermöglicht es einem NEAR-Konto, Adressen auf Bitcoin, Ethereum und Solana abzuleiten und zu kontrollieren. Agenten können daher über Ökosysteme hinweg agieren, ohne auf herkömmliche bridge-Risiken angewiesen zu sein.
- GPU-Marktplatz: Der auf der NEARCON vorgestellte vertrauliche GPU-Marktplatz verbindet Unternehmens- und Behörden-Workloads mit attestierter Hardware und weitet die Datenschutzgarantien für Inferenz auf allgemeines beschleunigtes Rechnen aus.
- Stake-to-Compute: Zahlungen auf Staking-Basis verwandeln NEAR-Rendite in Inferenz- und Hosting-Guthaben. Die Token-Nachfrage kann somit an die KI-Nutzung gekoppelt sein, statt nur von spekulativer Positionierung oder Emissionen abzuhängen.
- Solver-Netzwerk: Konkurrierende Solver führen von Agenten ausgelöste Intents über mehrere Chains hinweg aus. Dadurch erzeugen autonome Programme bereits einen Teil des Rekordvolumens, das über die Ausführungsebene von NEAR läuft.

Was die Privacy-Rotation für NEAR-Anleger bedeutet
Assets außerhalb der großen Kryptowährungen haben 2026 Kapital angezogen, und Datenschutzinfrastruktur gehört zu den stärkeren Themen. NEAR profitiert von dieser Rotation, ohne eine Privacy Coin zu sein. Stattdessen verkauft NEAR private Ausführung als Dienstleistung und verdient Gebühren durch abgeschirmte Swaps, vertrauliche Perpetuals und Zcash-Routing, unabhängig davon, welches Asset Nutzer schützen möchten.
Die Unterscheidung verändert das Risikoprofil. Historisch richtet sich der regulatorische Druck auf privacy coins gegen den abgeschirmten Vermögenswert. Die Abwicklungsinfrastruktur arbeitet eine Ebene davon entfernt und verteilt die Aktivität auf jede Chain, die sie bedient. Die Einnahmen von NEAR können daher mit der breiteren Nachfrage nach Privatsphäre steigen, statt von der Wertentwicklung eines einzelnen Tokens oder dessen Börsen-Listing abzuhängen.
Nach einer so steilen Bewegung ist bei der Positionierung weiterhin Vorsicht geboten. Ein wöchentlicher Anstieg von 100 % hat die Momentum-Indikatoren überdehnt, und vergleichbare Rotationen haben sich historisch zurückgebildet, wenn sich die Marktführerschaft änderte. Unser Altcoin-Season-Index zeigt, ob sich die Marktbreite erweitert oder verengt, während Händler beurteilen, ob die Bewegung von NEAR noch am Anfang steht oder bereits überdehnt ist.

Was bis Ende 2026 zu beachten ist
NEAR geht mit Rekordaktivität, neu gestalteter Tokenomics und einem anstehenden Wall Street-Listing in das Ende des Septembers. Keines davon wurde bisher auf seine Beständigkeit getestet. Mehrere konkrete Katalysatoren im kommenden Quartal werden mitentscheiden, ob 2026 zu einer dauerhaften Neubewertung oder zu einer scharfen Rotation wird.
Sechs Katalysatoren, die NEAR bis 2027 am ehesten bewegen könnten:
- NRR-Listing: Ein Debüt des Bitwise NEAR ETF an der NYSE Arca würde das erste US-Produkt für NEAR mit Staking-Funktion schaffen. Erste Zuflussdaten würden ein direktes Maß für das institutionelle Interesse liefern.
- SPICE-Rollout: Die Fortschritte im testnet bei Blöcken von 200 Millisekunden zeigen, ob NEAR die Latenz ohne Stabilitätseinbußen auf ein Drittel senken kann, eine Voraussetzung für die hochfrequente Abwicklung durch Agenten.
- Souveräner Fonds: Eine Governance-Abstimmung über die vorgeschlagene NEAR-Treasury von 30 Millionen würde die Wiederanlage der Erträge formalisieren und könnte einen glaubwürdigen Weg zu einem späteren festen Angebot ebnen.
- Umfang der Rückkäufe: Die Käufe über den Fee-Switch steigen mit den Intents-Einnahmen. Ein anhaltendes wöchentliches Volumen von 1 Milliarde Dollar würde die vom Protokoll finanzierte Nachfrage zu einem messbaren Ausgleich der verbleibenden Emission von 2,5 % machen.
- TVL-Haltequote: Würde der TVL nach dem Abklingen der kursgetriebenen Begeisterung über 350 Millionen Dollar bleiben und würden Ondos tokenisierte Aktien zugleich in eingesetztes Kapital umgewandelt, wäre die Erzählung vom Ökosystem bestätigt.
- Dauerhaftigkeit der Privatsphäre: Vertrauliche Intents haben die öffentlichen erst vor Kurzem überholt. Ein weiteres Wachstum des abgeschirmten Volumens, nachdem der Zcash-Trade abgekühlt ist, würde die These der Privatsphäre-Erlöse auf die Probe stellen.

Fazit
Das Besondere an NEARs Jahr 2026 ist, dass sich die Fundamentaldaten bewegten, bevor der Preis folgte. Das Intents-Volumen stieg von 5 bis 31 Milliarden Dollar, während der Token nahe mehrjähriger Tiefstände blieb. Die Inflation wurde halbiert, Rückkäufe begannen, und das Netzwerk lieferte Upgrades, die Wettbewerber noch auf ihren Roadmaps haben. Die Rally im September preiste die über Monate geleistete Arbeit neu ein.
Auch die strategische Identität des Netzwerks ist klarer. Statt sich als weitere universelle Smart-Contract-Chain zu positionieren, tritt NEAR nun als vertrauliche Infrastruktur für cross-chain-Abwicklung und KI-Agenten an. Dass vertrauliche Intents die öffentlichen übertreffen, deutet darauf hin, dass Nutzer für diese Funktion zahlen, während die Einnahmenerfassung von nahezu 30 % ein Modell zeigt, das Aktivität monetarisiert, statt sie nur zu skalieren.
Die Risiken sind zusammen mit den Gewinnen gestiegen. Der Preis ist senkrecht gestiegen, die DeFi-Tiefe bleibt im Vergleich zu größeren Ökosystemen gering, und die Katalysatoren ETF, SPICE und Staatsfonds stehen noch aus. Ihr Fortschritt im vierten Quartal wird entscheiden, ob NEAR seine Position unter den Assets festigt, die die Rotation dieses Zyklus prägen.
Unsere Methodik
Dieser Artikel bewertet die Marktentwicklung, die Netzwerkaktivität und den Adoptionsverlauf von NEAR Protocol zum Stand vom 22. September 2026. Die Analyse stützt sich auf Live-Marktdashboards und on-chain-Analysen sowie auf vierteljährliche Research-Berichte, aufsichtsrechtliche Einreichungen und die primäre Protokolldokumentation.
So wurden die Daten zusammengestellt:
- Preisdaten: Spot-Preise, Marktkapitalisierung, Angebotszahlen und der Kontext zu Kursrückgängen stammen aus dem Tracking von CoinGecko und CoinDesk und wurden anschließend mit TradingView-Charts für Zyklushochs und -tiefs abgeglichen.
- Intents-Kennzahlen: Das kumulierte Volumen, Tagesrekorde, Gebührensummen und die Aufteilung des TVL in vertraulich und öffentlich wurden aus Dune Analytics-Dashboards zusammengestellt, wie von Crypto Briefing und Token Terminal berichtet.
- Netzwerkaktivität: Tägliche Transaktionen, aktive Adressen und Gebührenerfassungsraten stammen aus dem Quartalsbericht von Nansen für Q2 2026, ergänzt durch Daten des NearBlocks-Explorers und Chain-Kennzahlen von DefiLlama.
- Tokenomics-Nachweise: Angaben zu Inflation, Rückkäufen und Governance stammen aus der nearcore-Release-Dokumentation, aus Vorschlägen im NEAR-Governance-Forum und aus der Berichterstattung über den Abstimmungsprozess des House of Stake.
- Institutionelle Produkte: Die Angaben zu ETF und ETP beziehen sich auf die geänderten SEC-Einreichungen nach Form S-1 von Bitwise und die veröffentlichte europäische Produktseite des Emittenten, einschließlich Vermögen, Gebühren und Staking-Bedingungen.
- KI-Infrastruktur: Aussagen zu Confidential Compute, IronClaw und Unternehmenspartnerschaften wurden anhand des offiziellen Blogs von NEAR AI, der NEARCON-Pressemitteilungen und der Partnerankündigungen überprüft.
- Hinweis zur Momentaufnahme: Mehrere Zahlen stammen von Live-Dashboards oder schnell veränderlichen Schätzungen. Die genauen Werte ändern sich, wenn Kurse schwanken, Volumina sich einpendeln und weitere Protokoll- oder Regulierungsangaben verfügbar werden.






